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Liebe Zeltwegerinnen!
Liebe Zeltweger!
Es scheint,
daß wir uns in einer immer schnellebigeren Zeit befinden. Das neue
Jahr 1999 hat gerade erst begonnen, stehen schon wider die Ostern vor der
Türe, und ein Viertel des letzten Jahres in diesem Jahrtausend ist
schon wieder vergangen. Bloß bei der Umsetzung der Umfahrung Zeltweg
scheinen diese Uhren nicht so schnell zu gehen... Die Umsetzung dieses
Straßenbauvorhabens wird unserer speziellen Aufmerksamkeit in diesem
Jahr bedürfen. Aber auch das HickHack um die Mülldeponie Gasselsdorf,
wo man der Stadtgemeinde Zeitweg und den anderen Gemeinden des Bezirkes
seitens des Betreibers (der Stadtwerke Judenburg) einen schwammigen neuen
Deponievertragsentwurf zur Unterzeichnung unterbreitet hat, wird weiter
zu beobachten sein. Die von den niederösterreichischen Problemdeponien
hereingekarrten „unbedenklichen
Abfälle“ (so der Betreiber) werden
wie ein Damoklesschwert über unserer Region schweben. Immer wieder
hört man ja vom Auffinden wahrer Giftbomben in diesen zu sanierenden
Deponien. Was wirklich zu „Spottpreisen" in Gasselsdorf von diesem Müll
verschwunden ist, kann und wird die Stadtwerke Judenburg AG höchstwahrscheinlich
nicht nachweisen wollen.
In Zeitweg wird es nach den Vorstellungen
der Sozialdemokraten bezüglich des Juzzel ebenfalls keine Änderungen
geben. Dies ist ein insofern unbefriedigender Zustand, als es doch seit
geraumer Zeit einen zusätzlichen Mitarbeiter im Juzzel gibt. Wir stehen
nach wie vor zu unserer Meinung, und GR Ruth Hornbacher hat es eindeutig
in dieser Aussprache vom 14. Jänner betont, daß die Jugendbetreuung
nicht an den Türen des Juzzel aufhören kann, solange es im Umfeld
zu Beeinträchtigungen und Übergriffe durch Jugendliche gibt.
Hier hat eben die Verantwortung der Einhaltung von allgemeinen Verhaltensregeln
von den Juzzelmitarbeitern wahrgenommen zu werden. Nur die Augen vor allem
zu verschließen, was vor dem Juzzel passiert, und dies auf fehlgeleitete
Erziehung und nicht intakte Familien zu schieben, wäre und ist zu
einfach. Ich finde, die paar Störenfriede, welche diese Jugendeinrichtung
zum Problem- und Streitfall mit den Anrainern machen, dürfen nicht,
wie es derzeit den Anschein erweckt, gedeckt werden, sondern sollen mit
aller Entschiedenheit die Notwendigkeit der Einhaltung gewisser gesellschaftlicher
Spielregeln in geeigneter Weise, wie etwa durch Heranziehung zu sozialen
Diensten, vermittelt bekommen.
Ihr
GR Dipl Ing. Herbert Klein
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